Mittlerweile sind schon knapp anderthalb Monate in Kentucky vergangen. Um genau zu sein 53 Tage. 53 Tage voller Spaß, Action, Freude und all dem anderen guten Zeugs (lach).
Nein ehrlich, mir gefällt es hier weiterhin sehr gut. Ich komme weiterhin gut in der Schule zurecht, habe ganz viele neue und gute Freunde gefunden, was auch ein Grund dafür ist, dass ich mich eigentlich freue, in die Schule zu gehen (strange, oder?). Auch in der Familie fühle ich mich weiterhin pudelwohl.
Aber was ist so in letzten Tagen passiert ?
Zuerst einmal hatten wir vorletzten Donnerstag unsere erste "Pep-rally"! Eine pep-rally ist hauptsächlich da, um den Schule Geist zu stärken und auch einfach um Spaß zu haben. Das Motto war "America", was deshalb auch passt, weil unsere Schulfarben, die der amerikanischen Flagge sind.
Also dachte ich mir, hm Amerika ? Blau-weiß-rot ? Hm... was kann man da denn machen ?
Und wer mich und meine verrückte Art kennt, der versteht meinen Einfall. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hatte ich aufeinmal große Lust, mein Gesicht den Farben der Schule anzupassen.
Ich weiß ja nicht, was ihr denkt, aber ich finde es ist ganz gut gelungen (lach). Desweiteren hatte ich auch noch auf meinen Armen den Namen der Schule und den Namen meines Fußballvereins stehen.
Der ganze Aufwand hat sich dann auch schlussendlich gelohnt, da ich den Preis als beste Verkleidung gewonnen habe.
Zur pep-rally gehörte auch noch ein anschließendes Picknick. Alle kamen nach der Schule zusammen zum Sportsplatz, da nicht nur mein Soccer Team ein Spiel hatte, sondern auch das Fiel Hockey Team und das Middle School Soccer Team.
Ein Tag voller Spaß und gute Laune. Ich finde auch eine gute Idee für die Schulen in Deutschland.
| St. Francis !!!! |
Apropos Soccer. Auch wenn wir nicht jedes Spiel gewinnen (haha) liebe ich mein Soccer Team. Es macht einfach nur richtig Spaß mit meinen Jungs jeden Tag zu trainieren oder ein Spiel zu haben. Ach und wenn ich sage jeden Tag, dann meine ich auch jeden Tag, weil entweder hast du Training oder ein Spiel. So wie wir vorletzte Woche, wo wir Dienstag,Donnerstag und Samstag ein Spiel hatten. Besonders das Spiel am Samstag war echt lustig, da es zwei Stunden entfernt war (in der Nähe von Cincinnati) und wir lustige "roadtrips" hatten und das auch noch in einem richtig echten originalen Schulbus. Oh men, I love american life.
Letzten Donnerstag unternahmen meine Stufe und ich dann einen "Field-trip" ins nah gelegende "Science-museum". Mir wurde zwar schon vorher gesagt, was mich dort erwarten würde, aber trotzdem war es ein bisschen schwierig für mich, denn wir sahen LIVE eine OPERATION AM OFFENEN HERZ !!!
Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas?
Ja, dass war auch meine Reaktion. Die ersten 10 Minuten waren wohl und den zehn härtesten Minuten, die ich bisher hier erleben musste, Ich war drauf und dran den Raum zu verlassen, aber es ging gerade nochmal so gut. Dann aber, ich weiß nicht warum, entschied sich unser ach so toller Arzt, den Schlauch zu nehmen, wo das Blut durchlief, anschließend sagte er "Here we go" und schon kam das ganze Blut auf die Kamera gespritzt! What the **** ?
Nach diesem brisanten Zwischenfall, überstand ich die restliche Zeit eigentlich ganz gut, für jemanden der kein Blut sehen kann.
However, der Rest des Tages war dann einfach nur Fun. Wir durften im Science center rumprobieren, was lustiger war, als ich es vielleicht anhört. So konnte man z.B. in einer Blase sein und diese über sich ziehen, oder simulieren, wie es ist betrunken Auto zu fahren und vieles mehr...
Insgesamt ein weiteres ereignisreiches Event.
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| Meine Stufe vor dem Science Center |
Am letzten Samstag gingen mein Bruder und ich dann zu meinem ersten "Home-Coming-Dance". Wir hatten sehr viel Spaß und ich lernte viele amerikanische Tänze kennen, aber ich musste auch die Erfahrung machen, dass Bälle oder Tänze hier nochmal ganz anders sind. Trotzdem hat der Abend viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf den nächsten "Homecoming-Dance".
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| Homecoming |
In der Schule fühle ich mich, wie schon erwähnt, immer noch sehr wohl. Die ersten Rückmeldungen meiner Lehrer waren positiv und mit meiner Photography class haben wir letztens erst zwei Ausflüge gemacht. Zum einem zur "Walking Bridge". Eine Brücke, die man lang gehen kann und von der man eine wunderbare Aussicht auf den Ohio River hat. Außerdem besuchten wir das nächst gelegene Theater, welches uns gute Platz zum fotographieren bot.
Nächste Woche stehen dann auch ein paar weiter Tests an, aber das wird sich schon irgendwie machen lassen.
Was ich an dieser Stelle auch mal erwähnen muss, weil es mir besonders gefällt, ist, dass wir jeden Freitag bevor der eigentliche Unterricht startet, gemeinsam in kleinen Gruppen zum Frühstück zusammen kommen und zusammen essen. Jede Woche bringt jemand anders was mit und es ist einfach total nett.Dennoch bedeutet das auch, das ich dann auch mal irgendwann mal an der Reihe bin, was an sich ja kein Problem ist, aber ich wurde gefragt, ob ich typisches deutsches Frühstück mitbringen kann. Meine Gegenfrage war: " Was ist typisches deutsches Frühstück?" Haha, ich habe echt keine Ahnung.
Außer, dass ich weiter meine Zeit hier total genießen werde, besuchen wir nächstes Wochenende meine Gastschwester in ihrem College in North Carolina. Sounds Fun!
Ich melde mich dann,sobald es Neuigkeiten gibt!

