10 Monate hat es gedauert. 10 Monate, um endlich wieder im eigenen Bett zu schlafen, die eigene Familie und Freunde um sich zu haben und irgendwie einfach wieder zu Hause zu sein.
Aber langsam. Die letzten Wochen in meiner zweiten Heimat, Louisville, waren auch nochmal aufregend, toll, einzigartigem quasi so wie das ganze Jahr! Mal abgesehen von der Klausur Woche am Ende des Schuljahres, in der man an jedem Tag eine zwei sündige Klausur hat, habe ich nochmal ganz viele neue tolle Erfahrung gemacht. Der letzte Schultag war dann doch schon sehr komisch. Irgendwie fühlte es sich so an, als ob ich schon viel länger Schüler von St. Francis gewesen wäre und dass ich dies auch noch für die nächsten Jahre sein würde und es fiel mir besonders schwer, da ich, im Gegensatz zu meiner Schule in Bochum, wusste, dass ich nie wieder aktiver Schüler dieser super einzigartigen und interessanten Schule werden sei. Aber im Nachhinein verlasse ich St. Francis lieber mit so einem Gefühl, anstatt auf einen Platz zurück zu gucken müssen, der auch für ein Jahr die reinste Hölle hätte sein können.
Ich musste aber nicht lange darauf warten, um viele der Schüler wieder zu sehen, da der letzte Schultag auch der Tag des Abschlusses ist für die "Senior-class". Es war ein wirklich schönes Gefühl meinen Gastbruder auf der Bühne zu sehen, wie er sein Diplom gesehen hat und am Ende auch nochmal eine Rede von ihm zu hören. Generell war der Abschluss ganz traditionell amerikanisch, so wie man ihn sich immer vorstellt: Schöne Reden wurden gehalten, Auszeichnungen verteilt und am Ende natürlich die Hüte in die Luft geschmissen!
In den verbleibenden zwei Wochen genoss ich noch die Zeit die mir mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden blieb. Unter anderem besuchten ich einen Freizeitpark, sah mein erstes Baseballspiel, besuchte den Zoo und noch vieles mehr...
Nachdem ich dann auch das SEHR, SEHR, SEHR stressige packen hinter mir hatte, gab meine Gastfamilie an meinem letzten Tag in Louisville eine Abschiedsparty, wo ich die meisten meiner Freunde nocheinmal sehen durfte und mich auch bei ihnen verabschieden musste. Obwohl ich das Verabschieden lieber vermieden hätte, war es nochmal sehr schön die ganzen Freunde zu sehen, die dieses Jahr so super gemacht haben wie es schlussendlich war!
Obwohl ich lange Zeit hatte mich auf den Tag der Verabschiedung vorbereiten konnte, war es dann doch viel schwerer "Good Bye" zu sagen, als ich dachte. So genau stimmt das aber gar nicht, da ich mir vorgenommen hatte, nicht "Good Bye" zu sagen sondern immer "See you later", da dies auf jeden Fall nicht das letzte mal war, dass ich in Louisville war!
Trotz allem kamen wir dann nicht um zahlreiche Tränen herum, aber besser Tränen zu vergießen, nach so einem schönen Jahr, anstatt heil froh zu sein, dass es dann endlich vorbei war, right?
Bevor es dann wieder in die vertraute Heimat ging, verbrachten wir nochmal zwei Tage in Washington D.C., wo wir unter anderem das M.L.K Memorial, das F.D.R. Memorial und auch das Capitol besuchten. Wir hatten sogar die Ehre mit den Abgeordneten zu sprechen, die in unseren jeweiligen Staaten regieren, und ihnen über unser Jahr zu erzählen.
Besonders schön war, dass unser Jahrgang sich glücklich fühlen durfte, an dem 30-jährigen Jubiläum des Programmes teilzunehmen! Es war eine schöne Veranstaltung, und ich wurde sogar von meinem Program ausgewählt eine Rede im "State department" zu halten. Ich fühlte mich sehr geehrt und es war mir eine Freude diese Rede zu halten!
Obwohl diese Tage echt schön waren, war ich dann doch ganz froh endlich die Heimreise anzutreten. Ich konnte auf ein Jahr voller Abenteuer, Spaß und vielen anderen positiven Erfahrungen zurück blicken und kann wirklich jedem es nur zu empfehlen, die Möglichkeit, ein Jahr im Ausland zu verbringen, zu nutzen!
Nach einem mehr oder wenigen 8-stündigen Rückflug, wurde ich dann sehr herzlich von meiner Familie und Freunden empfangen. Vielen Dank nochmal an alle, die da waren!
Nach einem Monat nun, habe ich mich wieder gut eingelebt und bin froh wieder in meinem alten Umfeld so gut angekommen zu sein und auch sehr glücklich all die Leute wieder zu sehen, die ich über ein Jahr vermisst habe! Auch mein Deutsch hat sich wieder einigermaßen verbessert, obwohl es manchmal noch nicht ganz klappt, aber ich denke das gehört einfach zu. Auf jeden Fall hat es sich schon so verbessert, dass ich wie in den ersten Tagen jetzt keinen Übersetzer mehr brauche (lach).
Dies ist dann auch das Ende meines Blogs. Ich bedanke mich für jeden der diesen Blog immer gelesen hat und es hat mir immer Spaß gemacht euch allen auf dem laufenden zu halten. See you later!





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