Dienstag, 18. März 2014

Spring Show Case, March on Frankfort, KUNA...

Zuerst einmal ein festes "Entschuldigung" für alle, die schon lange auf meinen letzten Blog Post warten mussten, aber besser später als nie...

Heute habe ich mal gecheckt wie lange mein Auslandsjahr noch ist und die Antwort ist 88 Tage. Ob ich mich freue? Ob ich traurig werde, wenn ich übers Verlassen denke? Ehrlich gesagt bin ich genau in der Mitte. Einerseits freue ich mich schon meine Familie und meine Freunde wieder zu sehen, andere seit weiß ich jetzt schon (und eigentlich schon seit dem ersten Tag), dass ich jeden und alles hier sehr doll vermissen werde. Mindestens jede Woche werde ich einemal gefragt, ob es denn nicht irgendeine Möglichkeit gäbe mich für ein weiteres Jahr dazu behalten. Obwohl ich immer mit "No:" antworten muss, sehe ich es auch als ein gutes Zeichen, weil ich weiß dass ich hier in ein super Umfeld hereingewachsen bin und jede Menge neue Freundschafften geschlossen habe und alles hier zu einer großen Familie für mich geworden ist.

Whatever, wie ich euch beim letzten mal erzählt habe bin ich nach Indiana gegangen um an einem Austauschschüler Treffen teilzunehmen. Genauso, wie eigentlich jeder neue Erfahrung, die ich hier gemacht habe, war es ein sehr cooles Wochenende. Ich habe Leute aus allen möglichen Ländern kennen gelernt. So z.B. Schüler aus Indonesien, aus Georgien, aus Ägypten und und und... Es war sehr schön die Erfahrungen miteinander zu vergleichen, weil wir alle genau nachvollziehen konnten, was jeder von uns durchmacht. Nachdem wir dann also unsere bisherige Zeit reflektiert und diskutiert haben und uns neue Ziele für die restlichen Monate gesetzt haben, hatten wir dann noch einige Orte zu besuchen. Zuerst sind wir in eine deutsche Bäckerei gegangen. Deutsche Bäckerei? DEUTSCHE Bäckerei! Und es war echt komisch, da diese Bäckerei von einem Mann geführt wird, der wirklich aus Deutschland kommt und der alle seine Produkte aus Deutschland importiert hatte. So hatte er dann z.b. neben allen möglichen typischen deutschen Backwaren ganz viele andere Produkte aus Deutschland wie z.B. den Spiegel von letzter Woche. Insgesamt war es ein bisschen komisch, weil es sich dann doch ein bisschen wie zu Hause an gefühlt hat, aber insgesamt sehr interessant und lustig. Lustig vor allen Dingen, weil uns der Mann eine Präsentation über seinen Laden gegeben hat. Das lustige war, dass er in der Mitte seiner Rede dann aufeinmal von Englisch zu Deutsch gewechselt ist und die anderen deutschen Schüler und ich konnten ihn natürlich verstehen, aber alle anderen haben ihn nur mit offenem Mund an geguckt, bis er realisiert hat, dass er ausversehen zu Deutsch gewechselt ist. Ach ja, wir Deutschen... Naja, am Ende habe ich meiner Familie Ritter Sport Schokolade und Spekulatius Kekse mitgebracht über die sich jeder sehr gefreut hat. Nach dem Besuch der deutschen Bäckerei/Souvenirladen, haben wir uns dann eine Feuerwehr an geguckt, was auch sehr interessant war, da wir eine sehr gute Idee bekommen haben, wie das Leben als Feuerwehr man so aussieht. Zum Ende des Tages haben wir uns dann das Musical "Cats" an geguckt. Ein sehr spezielles Musical, welches aber sehr interessant war und insgesamt auch sehr gut gespielt und gesungen.  So hatte ich insgesamt ein sehr abwechslungsreiches Wochenende hinter mit mit einer Menge neuer Erfahrungen und Spaß.

"Auf meine Hilfe ist verlasst"



Wie ich euch auch beim letzten Mal erzählt hatte, stand dann auch eine Woche Ferien an. Meine Familie und ich haben Ferien in Tampa, Florida gemacht. Jeden Tag um die 30 Grad, schwimmen im Meer, bräunen am Strand, ja so kann man es sich leben lassen. Leider war der ganze Spaß dann nach einer Woche vorbei und es ging wieder ins kalte Louisville
Hier ist es immer noch sehr kalt. Manchmal geht das Thermometer dann mal zu 25 Grad hoch, aber ich bin mir nicht mehr so ganz sicher,ob ich mich darüber freuen soll, weil eigentlich jedes mal, wenn wir einen Tag sehr gutes Wetter haben, werden die nächste Tage kalt und meistens scheint es auch noch, dies passierte z.B. letzten Sonntag.

Expressions

Naja ich bin ja kein Wetter Metereologe sondern jemand der euch über mein Auslandsjahr erzählen möchte. Als wie alle aus den Ferien zurück kamen stand dann auch bald die "Spring Show Case" vor, das Theaterstück von dem ich euch beim letzten mal erzählt hatte. Wir hatten viele, lange, anstrengende aber auch lustige Proben, so hatten wir z.B. einige male Proben von 15:30 bis 21:00 Uhr! Am Ende hatte sich die ganze Arbeit dann aber kräftig gelohnt. Ich hatte eine wunderbare erste Schauspielerfahrung und hoffe, dass dies erst der Anfang war. Nach beiden Shows die wir hatten habe ich ganz viel positivesFeedback bekommen, teilweise von Leuten, die ich bis dahin noch nie gesehen habe. Obwohl ich vor beiden Auftritten nervös war, war am Ende die ganze Aufregung für umsonst, da alles fehlerfrei gelaufen ist und es einfach super viel Spaß gemacht hat, an der Seite meiner Freunde und meines Bruders zu performen.

In der Rolle des "James"
 Am 5. März habe ich dann einen Auslug mit der "Black Students Association (BSA)" in die Hauptstadt Frankfort gemacht. Seit letztem Herbst bin ich Mitglied der BSA und wir treffen uns jeder Woche um neue Them zu diskutieren und speziell die Situation African-Americans in Amerika zu besprechen. Wir sind nach Frankfort gegangen um am "March on Frankfort" teilzunehmen. An diesem Tage sind ganz viele Leute am selben Ort zusammengekommen um am selben Ort zu stehen, wo Martin Luther King Jr. vor 50 Jahren für die Rechte von African-Americans gekämpft hat und am Ende auch gesiegt hat. Wir hörten viele interessante Reden vom "Major of Frankfort, from the Secratary of State" und vielen mehr. Am Ende konnten wir mit dem Gefühl nach Hause gehen etwas gelernt zu haben und diese neue Ideen in unsere Gruppe mit ein zu nehmen.



Letzten Samstag habe ich dann  auch mein zweites Basketball Spiel von der University of Louisville (U of L) gesehen. U of L hat die University of Conneticut deutlich besiegt und es war ein sehr schönes Spiel, insbesondere weil es auch das letzte Heimspiel der Saison war. Jetzt heißt es Daumen drücken für das Tunier über ganz Amerika. GO CARDS!

Vom folgenden Sonntag bis Dienstag habe ich dann an dem "Kentucky United Nation Assemble" teilgenommen, kurz KUNA. Das Prinzip von KUNA ist es, dass jede Schule die teil nimmt, mindestens ein Land respräsentiert. Meine Schule respräsentierte z.B. Sudan und die Türkei. Repräsentieren bedeutet für KUNA dass man ich wie die Uhreinwohner des Landes einleidet, eine kleine Stadt baut, die das Land darstellen soll und man ein Gesetz für sein Land entwirft. Diese Gesetze werden dann professionel diskutiert. Ich hatte sehr viel Spaß da ich einerseits geholfen habe unsere Stadt für die Türkei zu bauen, andererseits durfte ich mich wie Leute aus dem Sudan ankleiden. Außerdem hielt ich oft Reden und bekam viel Zuspruch dafür. Am Ende der drei Tage habe ich dann auch eine Rede gehalten vor über 1000 Leuten. Über was? Über das Gesetz entworfen von Deutschland! Aber ich hielt eine Kontra-Rede , da ich mit der Repräsentierung von Deutschland überhaupt nicht zufrieden war. bevor ich zu KUNA ging war ich besonders aufgeregt wie Deutschland dargestellt wird. Am Ende stellte sich heraus, das die Schüler die Deutschland repräsentiert haben dachten, dass wir in Deutschland 10.000 Sklaven halten, da sie dachten, dass Prostitution Sklaverei ist. Nachdem ich mit ihnen erst mal ein bisschen gescherzt habe und gesagt habe dass" Ja, all meine Freunde sind eigentlich Prosituierte und Sklaverei ist das Hobby jedes Deutschen", habe ich sie aufgeklärt dass in Deutschland Prostitution zwar erlaubt ist, aber es nicht erlaubt ist die Frau zu bestehlen oder zu vergewaltigen, und es somit keine Prostitution ist. Insgesamt haben sie Deutschland total verfehlt, sie hatten z.B. ein Schloss gebaut, dass von innen total dunkel war, da sie der Meinung waren, dass Deutschland nach außen hin ganz nett wirkt, aber es in Wirklichkeit sehr dunkel und düster ist. So war z.B. auch ein Schüler ganz in Schwarz gekleidet, der um sich herum zwei Mädchen an Fesseln waren und die keine Freiheit hatten. Ich weiß ja nicht, was in Deutschland so passiert ist seit ich weg war, aber ich hoffe dass, wenn ich zurück komme es nicht ganz so aussieht.
Davon abgesehen war es eine total coole Erfahrung. Ich habe ganz viel neues über Länder gelernt und wie ist in den jeweiligen Länder so aussieht und was man verändern sollte. Ich hatte das Gefühl, dass meine Stimme wirklich wichtig war und dass ich was verändern kann. Am Ende von drei wunderbaren Tagen, die ich nie vergessen werde, wurde ich dann mit einem Award ausgezeichnet für meine Partizipation (im Moment bin ich stolz auf mich,dass ich so ein Wort noch weiß)und meine total Engagement, was für eine Ehre!





Zurück im Alltag habe ich jetzt noch zwei Wochen Schule und dann Osterferien. Dann geht es endlich in die Stadt die niemals schläft, NEW YORK! Ich kann es schon gar nicht mehr aberwarten und freue mich schon sehr auf ein weiteres Abenteuer, dass ich niemals vergessen werde.
Ich hoffe , ich lasse euch das nächste mal nicht ganz so lange warten, aber bis dahin: ,,Mach'ts gut und lasst es euch gut gehen, wir sehen uns in weniger als 90 Tagen." 

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